Ausgesprochen.

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Vor vier Jahren aßen wir eines abends türkisch. Die Kellnerin unterhielt sich gern mit uns. Gern und distanzlos. Ich ärgerte mich irgendwann über ihre Fragen und Sprüche. Ich stutzte über Feststellungen wie „Ich dachte, du wärst Iranerin, aber deine Haare sind zu dünn dafür“ oder „Ihr habt noch keine Kinder? Warum nicht? Was macht ihr dann mit eurer Freizeit?“. Ich warf mit einem Steinchen zurück, indem ich mich verwundert über ihr Alter zeigte: „Ach, ich hätte nicht gedacht, dass du 35 Jahre alt bist!“ (Sie sah älter aus, was mich nomalerweise herzlich wenig berührt). Und nun sitze ich hier und denke mir, dass sie mit der Freizeit schon auch recht hatte. Ich stelle mir diese Frage inzwischen selbst immer wieder.

Neben Arbeit, Alltag, Haushalt und Kind bleibt Müdigkeit mit ein bisschen Kapazität für Sport, Sofa und Fernsehen und hier und da mal eine Unternehmung oder ein Treffen mit Freunden.

Mein Durst nach Erfüllung meiner freien Zeit mit Bleibendem, das die Vielfalt in meinem Inneren herauslockt, brandet von Zeit zu Zeit auf. Mir fehlt das Schreiben, das Festhalten meines Lebens und meiner Gedanken in Worten. Ich möchte etwas bewegen, bewirken und stolpere zugleich über das Wie? und das Wann? und die Müdigkeit.

Und da ich dazu neige, schon über Anfänge zu stolpern und mich in Vorgedanken zu verzetteln, beginne ich mit einem einfachen Text. Mein Name ist Symphonee und ich habe was zu erzählen.

 

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