Selbstbild im Job.

Im Juli werde ich 31 Jahre alt sein. Das Alter steht mir jedoch keineswegs auf der Stirn geschrieben- im Gegenteil: ich werde oft um fünf bis acht Jahre jünger geschätzt. Inzwischen gefällt es mir sogar.

Meistens.

Im sozialen Bereich hat dieser Aspekt aber nicht nur Vorteile. Teilweise sind Eltern so alt oder sogar doppelt so alt wie ich. „Hat die überhaupt Kinder!?“ lese ich aus manchen Augen, gefolgt von „die ist aber jung!“ und manchmal folgt ein „oh, die ist aber klein.“. Ich muss also ordentlich durch Kompetenz und gute Gespräche aufholen, um meine Position zu halten. Zusätzlich ist es ein Vorteil, Zwischengefühle einfach auszublenden. Hier bin ich. Wir müssen oder dürfen nun miteinander klarkommen, machen wir also das Beste daraus.

Nichtsdestotrotz gibt es Gesprächskombinationen, die mich innerlich an meine Grenzen bringen. Ich wünschte, meine Gesprächs- und Beratungskompetenzen erweitern zu können, daneben stehen fünf Anfragen, die recherchiert und beantwortet werden wollen, Gespräche müssen dokumentiert werden und besser ist es, wenn ich keine zu großen Versprechungen mache, um niemanden zu enttäuschen. In diesem Strudel darf und werde ich nicht untergehen.

Ich arbeite währenddessen daran, mich selbstverständlicher zu nehmen. Ja, ich bin jung, kinderlos und körperlich eher klein geraten. Und? Lassen Sie uns besser darüber sprechen, welche Lösungen es für Ihre Probleme gibt. Sprach die Sozialarbeiterin und machte sich Notizen dazu.

(P.S. Ich hoffe, mein Vokabular wird nicht zu sozialarbeiterisch. Sonst muss ich den Beruf wechseln.)

 

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