Vertrödelt mit Sinnvollem.

Zuviel Freizeit lässt diese sinnlos erscheinen. Weniger Freizeit macht jede freie Minute wertvoller. Ausgebuchte Freizeit lässt nicht durchgeplante Tage zu Entspannungsoasen werden. Doch erst einmal muss ich mein Trubeldefizit wieder auffüllen.

Ich liebe den Trubel, aber brauche ebenso viele Momente für mich, damit ich durchatmen kann. Jeden Abend nach der Arbeit unterwegs zu sein, überfordert mich nach einiger Zeit. Mich in bequeme Klamotten einzuhüllen, nichts denken, nichts beantworten, klären und sagen zu müssen, entspannt mich. Seit kurzem habe ich den Ausdauer- und Gerätesport im Fitnessstudio für mich entdeckt. Mein Körper fühlt sich angenehm ausgepowert und gleichzeitig erfrischt an. Tatsächlich. Ich hätte nicht gedacht, dass ich gern hingehen würde. Gemeinsam mit meinem Liebsten macht es mir sogar Spaß. Ich hoffe, dass ich Bewegung endlich ganz in meinen Alltag integrieren kann. Und dann das Radfahren am frühen Morgen- frische Luft, zwitschernde Vögel, gestresste Autofahrer und ich fliege an ihnen vorbei, weil ich mich nicht stressen muss (zumindest, wenn ich rechtzeitig losfahre). Mein Kreislauf kommt in Schwung, ich atme viel Sauerstoff ein.. aber noch besser ist das Radfahren nach der Arbeit: die Entspannung in den Beinen, im Rücken und im Kopf, wenn ich gleichmäßig in die Pedale trete, meinen Gedanken freien Lauf lasse, vorankomme. Ja, ich genieße den Frühling und das Gefühl, wichtige Entscheidungen endlich getroffen zu haben, dieses Jahr zu genießen und Neues auf mich zukommen lassen zu können.

Ich schreibe gern. Und dennoch scheint es nicht mehr das Medium zu sein, das mir einst so half. Meine echten Tagebücher ruhen seit Jahren. Der Blog ist eine Mischung aus Wollen und Müssen geworden- ich will gern schreiben, aber wenn das leere Schreibfenster vor mir auftaucht, verstricke ich mich in zu viele Gedanken und meine treibenden Gefühle verschwinden ins Nichts. Dieser seltsame Zustand gefällt mir nicht, denn das Schreiben gehört zu mir wie das Radfahren und die leichte Melancholie zuweilen.

Vielleicht ändert sich etwas. Vielleicht bleibt alles beim Alten. Mit diesen bedeutungsschweren Worten verabschiede ich mich ins wahre Leben und genieße den 1.Mai, die kulturelle Vielfalt, meine Freunde und Familie und die alles erleuchtende Sonne.

Urlaub_20110114

Advertisements

Deine Meinung.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s