Neuer Wind.

Gern nutze ich in den letzten Wochen die Worte „ich verschlunze“. Das bedeutet, dass ich mehr daheim als woanders bin und es leider wenig genießen kann, weil ich mich unausgelastet fühle. Um mir vor Augen zu führen, was ich dennoch erlebe und schaffe, versuche ich mich jetzt an in einer bestimmten Bloggerinnenecke sehr beliebten Reihe.

[Ich sehe ein neues Jahr sehr unromantisch, denn eigentlich beginnen dann nur die nächsten 365 Tage unter einer neuen Zahl. Trotzdem schwingt etwas Hoffnungsvolles mit, denn die zweite Hälfte des letzten Jahres war mit Rückschlägen und Herausforderungen gepflastert. 2013 klingt nach Neuanfang. Und dennoch: logischer finde ich es wie im jüdischen Mondkalender, bei der die jährliche Zeitrechnung im Frühjahr beginnt. Aber ich lebe nunmal hauptsächlich mit dem Kalender, der seit acht Tagen das Jahr 2013 anzeigt. Also: ein wunderbares neues Jahr allen! Und mir.]

_Gesehen_  Weeds, Gossip Girl, How I Met Your Mother, Monsoon Wedding, Der Bachelor, Rumgezappe

_Gehört_  Greenday (American Idiot), Radical Face (The Roots), Hit Radio Antenne, New Shoes (Paulo Nutini), The Fratellis, Lenas neues Album

_Getan_ einen ganzen Tag eingekauft, mit fünf anderen 12 Stunden gekocht, aufgebaut und vorbereitet, gefeiert und anschließend einen Tag lang aufgeräumt für, während und nach Riesensilvesterparty, ausgeruht, Euterbefindlichkeiten und Landwirtschaftliches übersetzt, beworben, vorgestellt, gewartet auf noch nicht eingetroffene Antwort, mit Schwestern getroffen, Verwandte besucht, Freundinnen getroffen, Gitarre gespielt, Pilates und Bauchtanz und Aerobic nach Youtubevideos gemacht (alles hintereinander weg)

_Gelesen_ Spiegel, Tageszeitung, Fachwörterbuch Landwirtschaft, „The other side of the story“ von Marian Keyes (mein erster freiwillig gelesener englischer Roman und deshalb leichte Kost)

_Gegessen_ Buffet(„reste“) allererster Güte wie Putenbraten, Frikadellen, Nudelsalat, Nudeln Bolognese und am Tag drauf Hackfleischauflauf, Tiefkühlpizza, Süßkram, zuviel durcheinander

_Getrunken_ Rotwein, Becks Green Lemon, Fritz Cola, Wasser, Kakao, Kaffee, Earl Grey (mein Lieblingstee zurzeit), Salbeitee, Fenchel Anis Kümmel-Tee, WeißeSchokoRaffaellozeug von dem mir schlecht wurde

_Gefreut_ freie Zeit mit meinem Liebsten, die beste arbeitsreichste Silvesterparty meines Lebens gehabt, Verwandtschaftsbeziehungen aufgefrischt, über meine Schwestern, Einladung zum Vorstellungsgespräch, über eine meiner langjährigen Freundinnen, die Silvester mitgefeiert hat

_Gelacht_ mit dem Liebsten häufig, mit meinen Schwestern bis die Bäuche wehtaten über gemeinsame unfreiwillige Bekannte, die recht seltsame Zeitgenossen sind, vor, an und nach Sülvesta

_Geplant_ mehr Sport, Zuversicht und Freude, raus aus den ewigalten Strukturen, Englischlernen, Russisch vertiefen, ein bisschen Gewicht verlieren, damit die alten Klamotten wieder meinen Augen passen

_Gekauft_ eine Fahrkarte

_ Gewünscht_ Sonne oder wenigstens Helligkeit, einen Job um endlich Berufserfahrung sammeln zu können, weniger durcheinander gegessen zu haben, dass ich nicht monatlich meine Haare färben müsste

 

Nach meiner ersten Sammlung muss ich zugeben, dass ich erstaunt bin. Die Woche fühlte sich zwar nicht gerade leer an, aber alles zusammengetragen sieht es nach mehr und für mich gewichtigen Dingen aus. Ich lebe!

 

Urlaub_20110244

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3 Kommentare zu “Neuer Wind.

  1. Du hast auf Deinem alten Blog geschrieben, dass Du Dich wunderst, dass Du immer noch Klicks hast. Ich hab über Google Deinen aktuellen Blog nicht gefunden und hab Dich deshalb über Peelia gesucht- und gefunden.
    Mein erstes (und letztes) englisches Buch war auch von Marian Keyes. Ich habe sogar alles, was ich nicht verstehe, versucht, zu übersetzen. Hat aber nicht lange Spaß gemacht, also hab ich wieder aufgehört. Irgendwie verschluckt es mir Buchstaben, seltsam. Aber egal. Und den Bachelor hab ich auch gesehen, ich bin für die Klavierlehrerin und Du?

    • Achso! Ja, wenn man mich so nicht findet.. aber das macht mir nichts. Ich glaube auch, dass der frühere Blog für Spamkommentatoren besser zu finden war. Warum auch immer.

      Genau das habe ich aber diesmal nicht angefangen: alles übersetzen zu wollen. Sicherlich geht die eine oder andere Feinheit dadurch verloren, aber ich bekomme ein besseres Sprachgefühl, merke mir Vokabeln, die ich aus Neugier manchmal später nachschaue. Klappt so viel besser!

      Stimmt, die Buchstaben werden bei dir verschluckt. Seltsam, aber irgendwie witzig. Ich habe mir erlaubt, die Buchstaben nachträglich einzufügen, okay? Hast du meinen Kommentar unter deinem letzten Post gesehen? Jetzt schien es, als könnte ich kommentieren. Ich hoffe!

      Ich muss mir heute ein besseres Bild von den Kandidatinnen machen, dann weiß ich, für wen ich bin.

      Schön, von dir zu lesen, übrigens.

      Gruß,
      Symphonee

      • Huhuu, ja, Buchstaben einfügen ist okay. Welche wegnehmen, das wäre schlimmer! Also schlimm. Ja, der Kommentar ist da und freigeschaltet. Ich war ganz überrascht! Von dem Labyrinth der Wörter hab ich auch schon gehört, wusste aber nicht, dass Gerard da mitspielt. Tja, man muss auch mal auf was verzichten können. Es gibt einfach Dinge, die kann man nicht mehr sehen. Und so geht´s mir grade, wenn ich in irgendwelche Boulevard- Magazine reinzappe und Wladimir und Gerard Händeschütteln sehe.

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