Am Schopf herausgezogen.

Manchmal, wenn ich mich tagsüber allein fühle, ist der Winter zu dunkel, das Warten dauert zu lang und ich beginne zu jammern. Auf hohem Niveau, natürlich. Eigentlich kann man in unserem Land fast nur auf hohem Niveau jammern. Das weiß ich. Und dennoch knabbert zuweilen die Dunkelheit traurig an mir.

Etwas Neues muss also her.

Gespräche, Austausch, menschliche Wärme und sei es nur ein Lächeln geben mir Energie*. Aus diesem Grund gedachte ich meine ungewollte Auszeit zu nutzen, um irgendwo ehrenamtlich einzusteigen. Also vereinbarte ich einen Termin im Freiwilligenbüro, ging die sechs Kilometer zu Fuß hin (die öffentlichen Verkehrsmittel werden immer teurer!) und bekam drei Nummern für zu organisierende Weihnachtsfeiern. Alles andere, was ich interessant fand, könnte zu lange dauern und ich dann zeitlich wieder voll eingespannt sein. Schade eigentlich. Mal sehen, was daraus wird.

* Ich habe durchaus auch eigene Kontakte in meinem Leben. Die arbeiten jedoch momentan, sind zeitlich voll eingespannt und können deshalb nur ab und an für einige Stunden Zeit mit mir verbringen. Mein Liebster ist in seinem eigenen Klausuren-/ Schul- und Arbeitsstress, so dass er die sowieso schon kurzen Abende am Schreibtisch verbringt. Nur das Wochenende ist von Menschen erfüllt. Das genieße ich dann umso mehr.

 

 

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2 Kommentare zu “Am Schopf herausgezogen.

  1. Ich finde die Idee gar nicht mal so schlecht. Das wird sich in deinem Lebenslauf auch gut machen. Ich hab‘ das im Winter auch, dass die kurzen Tage mir zu schaffen machen, obwohl ich die kurzen Tage auch mag, weil’s gemütlicher ist. Andererseits scheinen sie – obwohl ich sie mag – die Stimmung zu drücken. Ich kann’s nur schwer erklären … Jedenfalls werden die Tage seit dem 22.12. ja wieder heller.

    • Es ist jedesmal wie eine Erlösung, wenn es „abends“ dann dunkel wird und ich es mir gemütlich machen kann. Die Tagesgräue bedrückt mich mehr als die abendliche Dunkelheit. Es sei denn, die Sonne scheint, dann ist der kurze Tag besser zu ertragen. Und dann die momentanen Lebensumstände. In einem geschäftigen Leben fallen die kurzen Tage mir weniger auf (außer, wenn ich morgens im Dunkeln aufstehen muss ;)). Ich neige zur Melancholie und bin sehr empfindlich für äußere Umstände, da passt die Reaktion auf das dunkle Draußen gut hinein. Aber so ist das halt und nun wird es ja auch wieder heller. Ich freue mich!

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