Weitere Aussichten speisenlastig.

Ich lese einen Artikel in der Zeitung. Aha. Endzwanziger, die fertig studiert haben und sich von Job zu Job entlanghangeln, befristete Verträge haben, Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung annehmen müssen. Die prekäre Generation, die einmal kaum Rente mehr bekommen wird. Der Preis für den Traum. Ja, die Ärmsten. Wir Armen, denn ich gehöre vielleicht dazu. Das wird sich in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten entscheiden. Erst einmal.

Ja, nun bin ich fertig mit Studium und staatlicher Anerkennung und schaue mich nach einer Stelle um. Heute ist mein erster offizieller Arbeitssuchendentag. Ich fühle mich gut. Habe mich bei einer Zeitarbeitsfirma beworben. Besser das als gar nichts.

Doch, es gibt Stellen in meinem Bereich. Massig: in Teilzeit, vierzig Kilometer weit weg, 15 Stunden pro Woche, schlechter bezahlt als mein Anerkennungsjahr (und das in Vollzeit!). Ich schwanke zwischen „einfach bewerben und darben“ und „warten bis eine einigermaßen gute Stelle kommt“ hin und her. Momentan meine ich, dass ich lieber in einem entfernteren Bereich arbeiten und als Aushilfe etwas mehr als im Anerkennungsjahr verdienen möchte, als mich an schwer vermittelbare Jugendliche zu verheizen (für einen Hungerlohn).

Drückt mir die Daumen. Ich brauche Beschäftigung oder ich muss euch bald meine „self made Deko“-Wohnung in selbstgenähten Hausschuhen zeigen, singe euch selbstkomponierte Lieder auf Youtube vor und tanze Samba mit alten Leuten, oder so. Nein, das war kein Versprechen, sondern eine Drohung.

Ein kleiner Vorgeschmack:

selbstaufgespießte Grillspieße

 

selbstgemischter Aperol Sprizz

 

selbstgemachte Eimozarellawürstchenbasilikum-Pfanne

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