Vorerst.

Und manchmal muss man sich von diesen vermeintlich bald erfüllten Wünschen verabschieden. Vorerst. Und die Erfüllung auf spätere Zeiten verschieben. Das ist der Lauf der Welt, der Natur, des Lebens.

Trauer und tröstliche Gedanken gehen Hand in Hand.

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8 Kommentare zu “Vorerst.

    • Nein.. ich habe die betreffenden Einträge hierzu auf „privat“ gesetzt, daher hast du das sicher noch nicht mitbekommen. Ich wusste genau 2 Wochen, dass ich überraschend schwanger bin und musste in der dritten Woche davon Abschiednehmen.
      Planen funktioniert manchmal einfach nicht.. und der Lauf der Welt muss akzeptiert werden, wieder und wieder.

      • Hallo Sherry,

        nachdem es passiert ist, habe ich die Beiträge, die damit zu tun hatten, erstmal auf „privat“ gesetzt. Ich hatte ein bisschen Angst vor Reaktionen. Manche Menschen sind wenig sensibel. Aber es wussten auch noch nicht so viele in meinem Umkreis davon und als sie die traurige Nachricht hörten, haben sie mitfühlend reagiert. Außerdem denke ich mir, dass auch Fehlgeburten leider zum Leben dazugehören (sogar relativ häufig- gerade in der Frühschwangerschaft). Es war nur gar nicht einfach, diese drei Wochen Schweben und Euphorie ganz plötzlich aufgeben zu müssen (zumal die Schwangerschaft mir keine Beschwerden bereitete und mich aufblühen ließ). Sie hatte mich überrascht und ich war ihr sehr dankbar dafür (der richtige Zeitpunkt scheint selten da zu sein). Ich lag dann vier Tage fast nur, hatte Schmerzen, war täglich im Krankenhaus oder beim Arzt und dann die Gewissheit: sie (ich glaube, es ist ein Mädchen) hat sich verabschiedet.. und nun erholt mein Körper, meine Seele sich- ich kann mich gut beschäftigen, denn nebenher laufen die letzten Pflichten meines Anerkennungsjahres und die ersten Planungen für die Stelle danach. Das Leben bietet mir gerade einen Mix aus Trauer und Hoffnung, ein bisschen Angst und verlangt mir viel Geduld ab (die schlimmste Wartezeit, als ich nicht wusste, ob sie bleibt oder geht, ist vorüber). Und ich sehe das Werden eines Menschen nun als größtes Wunder an.

        Ganz liebe Grüße von der sich erholenden
        Symphonee.

      • Und nun habe ich die Beiträge wieder auf „öffentlich“ gesetzt. Ganz sicher ist das nichts, was ich sofort allen im wahren Leben erzählen würde, aber ich möchte die, denen es ähnlich ergangen ist, ermutigen, dass man sich NICHT schuldig fühlen soll (als Frau trägt man schon eine große gefühlte Verantwortung), weil man nicht weiß, aus welchen Gründen es passiert ist.
        Es ist verrückt, aber (für mich gerade) manchmal tröstlich, zu hören, dass das 20% aller schwangeren Frauen passiert und die Dunkelziffer liegt noch höher, weil manche das nicht bewusst merken. Auf der anderen Seite ist es beängstigend, ich weiß. Nur der Blickwechsel hilft ein wenig: irgendwas ist in diesen vielen kleinen komplizierten Vorgängen nicht so gelaufen, wie es sollte und die Natur hat eingegriffen- relativ frühzeitig.
        Seufz.

        Du merkst, ich hatte einige Tage Zeit, um das akzeptieren zu lernen. Ich hoffe auf Besseres.

        Symphonee

  1. Hallo Peelia oder Symphonee (wenn ich Benni von Dir erzähle, dann immer von Peelia),
    das ist sehr traurig. Ich hoffe, Du bekommst eine neue Chance und kannst wieder erleben, was Du schon erlebt hast, dieses glückliche Gefühl. Bei uns ist sowas neulich auch in der Verwandtschaft vorgekommen. Erst kam die gute Nachricht bei einem Familientreffen und als es vorbei war, kam der bittere Nachschlag. Ich habe, als ich davon gehört hatte, nicht daran gedacht, dass die werdende Mutter da irgendetwas falsch gemacht hat. Daran dachte ich auch nicht, als ich Deinen Post gelesen habe. Erst als Du davon geschrieben hast, dass man ja nicht weiß, was passiert ist. Ich kann mir kaum vorstellen, dass einem irgendjemand Schuld dafür geben würde. Es sei denn, man hat vielleicht eine Flasche Wein oder 2 Schachteln Zigaretten konsumiert. Ansonsten denke ich, muss man auch als Schwangere, ein Leben führen, sonst müsste man sich ja einsperren und ruhig hinlegen, damit ja nichts passieren kann. Ich glaube also kaum, dass man da die Schuld bei sich suchen müsste. Naturgemäß macht man das, weil man ja immer denkt, man hätte Einfluss auf den Verlauf so manches Ereignisses nehmen können. Aber es führt ja zu nichts. Ich wünsche Dir, dass Du dieses Erlebnis bald abschließen kannst und nicht traurig bist, sondern Dich auf das freuen kannst, was Dich noch erwartet.

    • Danke für die lieben Worte und natürlich darf man mich weiter Peelia nennen. Ich bin selbst manchmal verwirrt, was ich schreiben soll 😉

      Es sind eigentlich nur Gedankenfetzen, die einem durch den Kopf fliegen, während man warten muss und nicht weiß, was passieren wird. Als es dann entschieden war, war es leichter. Dann ging es darum, akzeptieren zu müssen. Und ich wollte nie eine Schwangere sein, die sich aufführt, als wäre sie krank (klar fühlen sich manche so, dann geht es nicht anders).

      Hoffentlich wird es wieder klappen! Aber erstmal muss ich das verdauen. In 3,5 Wochen von Euphorie und Schweben so hart auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt zu werden, ist erstmal ein bisschen viel.

      Ja und man hört plötzlich an jeder Ecke von Frauen, die ähnliches erlebt haben. Unglaublich.

      Ich wünsche euch auch alles Gute und Gruß an Benni 🙂

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