Das letzte Mal..

.. bin ich etwas mit zwanzig geworden. Schlaue Köpfe werden verstehen, dass es sich dann um eine neun neben der zwei handeln muss. Ich bin also neunundzwanzig Jahre alt geworden und kann nicht bestätigen, dass ich Angst davor hätte, bald eine drei, vier oder fünf, sechs, sieben, acht, neun an erster Stelle stehen zu haben. Für mich werden meine Geburtstage immer besser. Ich fühle, dass ich mit mir selbst vorankommen, bei mir ankomme. Jährlich werfe ich einen schnellen Blick zurück- zurück in die aufgewühlten Zeiten, die Zeiten der Unsicherheit und Trauer, Verwirrung und sehe, dass es aufklart. Ich werde zufriedener. Endlich.

Nur das „im Mittelpunkt stehen“ an einem Tag, für den ich selbst so gar nichts kann und getan habe, ist immer wieder aufs Neue gewöhnungsbedürftig. Ich denke an meine Mutter, an die Frau, die mich auf diese Welt gebracht hat, die etwas geleistet hat, damit man mein Dasein nun Jahr für Jahr feiern kann. Ich wünschte, ich könnte diese Leistung noch einmal richtig würdigen.. Dann versinke ich wieder im lärmenden Beisammensein meiner Familie- in meinen Geschwistern, die alle ein Stück derselben Mutter spiegeln und staune über das Wunder.

Ich bin dankbar: das Netz von Liebe und Zuneigung, in dem ich leben darf, ist herzerwärmend schön. Es fühlt sich so an, als hätte ich es nicht verdient. Oder anders gesagt- nicht mehr verdient als andere. Es ist ein Geschenk, das ich nie vergessen möchte.

 

 

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2 Kommentare zu “Das letzte Mal..

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